Verschärfte Emissionsgrenzwerte in China mit Dürr-Abluftreinigungsanlagen einhalten

Jubiläumsexemplar der Ecopure® TAR geht an SAIC Volkswagen

Zistersdorf/Yizheng, März 2016 – Jubiläum für die Abluftreinigungsanlage Ecopure® TAR: Dürr fertigte das 1.000ste Exemplar am Standort Zistersdorf (Österreich). Insgesamt lieferte der Maschinen- und Anlagenbauer bereits rund 1.800 TARs aus – von den 70er bis in die 80er Jahre produzierte Dürr sie am damaligen Hauptsitz in Stuttgart. Die Jubiläumsanlage dieser bewährten und immer weiterentwickelten Technologie zur thermisch rekuperativen Abluftverbrennung kommt bei SAIC Volkswagen (früher SVW) zum Einsatz. Sie trägt dazu bei, dass der chinesische Automobilhersteller im Werk Yizheng die verschärften Emissionsgrenzwerte sicher unterschreitet.

 

Da die Provinzregierungen ihre Vorgaben zur Reinhaltung der Luft stark verschärft haben, ist das Thema Nachrüstung von Abluftreinigung an chinesischen Standorten bei nahezu allen OEMs hochaktuell. Dürr hat daher vor zwei Jahren ein Projekt gestartet, um Kunden zu beraten, in Kooperation mit ihnen individuelle Lösungen zu erarbeiten und sie bei den Genehmigungsverfahren zu unterstützen. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden über sechzig Ecopure® TARs bestellt. Sie werden sowohl beim Neubau als auch bei der Modernisierung von Lackierereien in China installiert.

Das Jubiläumsexemplar rüstet ein Team mit chinesischen und deutschen Dürr-Mitarbeitern in einer bestehenden Lackiererei von SAIC Volkswagen nach. Es kommt bei der Abreinigung von Abluft aus den Spritzkabinen zum Einsatz. Da gewöhnlich im Lackierprozess besonders große Abluftvolumenströme entstehen, die jedoch meist nur geringe Schadstoffbeladungen aufweisen, wird idealerweise zwischen der Lackierkabine und der thermischen Abluftreinigung zusätzlich ein kontinuierliches Adsorptionsverfahren zur Aufkonzentration der lösemittelhaltigen Abluftströme (Ecopure® KPR) installiert. Der Abluftvolumenstrom wird für die nachfolgende thermische Abreinigung in der Ecopure® TAR sehr stark verringert.

Dadurch erhöht sich die Schadstoffkonzentration und reduziert den Gasverbrauch deutlich, denn die in den Schadstoffen enthaltene Energie wird bei der Oxidation mitgenutzt. Das senkt den Energiebedarf für die Abluftreinigung deutlich. Gerade in Verbindung mit einer Umluftführung von bis zu 95 Prozent, wie sie bei SAIC Volkswagen der EcoDryScrubber – eine Dürr-Technologie zur Trockenabscheidung des Lacknebels – ermöglicht, liegt der Energiebedarf bis zu 60 Prozent unter dem herkömmlicher Systeme. Dürr stellt – im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern – KPR und TAR selbst her, sodass beide Technologien mit einander harmonieren.

Wärme zurückgewinnen

Weitere TAR-Anlagen von Dürr sind bei SAIC Volkswagen direkt an die Abluftquellen angeschlossen. Für die Reinigung von Abluftströmen aus Trocknern sind rekuperative Verbrennungsanlagen ideal. Denn die enthaltene Wärmeenergie des Reingases wird direkt und nahezu vollständig im Trocknungsprozess wieder genutzt. Wie bei allen thermischen Verfahren wird die Abluft in der Ecopure® TAR so hoch erhitzt, bis die Kohlenwasserstoffe im Wesentlichen zu Wasserdampf und Kohlendioxid oxidieren. Die schadstoffbeladene Luft wird zunächst im integrierten (rekuperativen) Wärmetauscher durch die heiße Luft vorgewärmt. Dadurch lässt sich bereits ein großer Teil der bei der Verbrennung entstandenen Wärme zurückgewinnen. Beim Eintritt in die Brennkammer sorgt der Brenner für die weitere Erhitzung und leitet die Schadstoffoxidation ein, die nach dem Durchströmen der Kammer abgeschlossen ist.

SAIC Volkswagen und andere Kunden profitieren davon, dass Dürr über jahrzehntelange Erfahrung in der Abluftreinigung und Lackiertechnik verfügt. „Wir liefern alles aus einer Hand“, stellt Magnus Morsch, Vertriebsleiter für Abluftreinigungsanlagen der Dürr-Division Clean Technology Systems, fest. Die Ecopure® TAR ist eine komplette Eigenfertigung von Dürr samt Brenner und Gasregelstrecke. Mehrmals wöchentlich verlassen TAR-Anlagen als vormontierte Einheiten gut verpackt das Werk Zisterdorf für die oft lange Reise in alle Welt. Neben der Automobilindustrie kommen sie auch in anderen Sparten wie der Beschichtungsindustrie zum Einsatz.

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