Modulare Anodensteuerung mit EcoDC MACS von Dürr

Mehr Flexibilität und Energieeffizienz in Vorbehandlung und Kathodischer Tauchlackierung

Dürr schafft gute Grundlagen

Bietigheim-Bissingen, 9. Mai 2014 – Da 50% der Beschichtungsqualität schon mit dem Auftrag des Grundlacks erzielt werden, legt Dürr großen Wert auf die Weiterentwicklung seiner entsprechenden Technologien. Das Herzstück im Grundlack ist das robuste Rotationstauchverfahren Ecopaint RoDip. Dessen Rotationsprinzip bringt viele Vorteile mit sich.

 

Durch die vollständige 360°-Drehbewegung der Fahrzeugkarosse im Becken benötigt RoDip keine Ein- und Auslaufschrägen. Das verkürzt das Tauchbecken erheblich. Neben dem geringeren Platzbedarf senkt das reduzierte Beckenvolumen auch den Material- und Energieverbrauch. Gleichzeitig bewirkt RoDip eine gleichmäßige Schichtdicke – auch an kritischen Punkten wie dem Schweller. Dies und der optimierte Prozess des Eintauchens, Flutens und Abtropfens bieten bestmöglichen Korrosionsschutz. 

Ecopaint RoDip E - Mit neuer Steuerung jetzt auch für Nutzfahrzeuge

Das Rotationstauchverfahren Ecopaint RoDip E arbeitet mit einer elektrisch angetriebenen Fahreinheit auf einer Seite des Beckens. Diese ermöglicht neben dem kontinuierlichen Betrieb auch den Taktbetrieb und erlaubt es, individuelle Tauchkurven zu programmieren. 

Durch die Entwicklung eines neuen Schwerlast-Fahrwagens eignet sich 
RoDip E nun auch für die Beschichtung von Nutzfahrzeugen. Damit ist es möglich, Nutzfahrzeuge und Kleinbusse durch Vorbehandlung (VBH) und Kathodische Tauchlackierung (KTL) zu transportieren. 

Unterstützt wird dies auch durch eine neue Steuerung, die kompatibel mit allen führenden SP-Steuerungen ist. Ein Frequenzband von 5 GHz für die Datenkommunikation führt zu sicherem Betrieb ohne Störeinflüsse. Ein optimierter Jobmanager, eine eigens zur Programmierung der Tauchkurven entwickelte Software, ermöglicht bis zu 20 verschiedene karosseriespezifische Prozessfolgen und hohe Produktionskapazitäten.

EcoDC MACS - die ausfallsichere KTL-Lösung 

Bei herkömmlichen KTL-Bädern wird das gesamte Tauchbecken blockweise mit Strom versorgt. Mit EcoDC MACS hat Dürr ein Konzept zur zielgenauen Strom- und Spannungsversorgung von Tauchbädern entwickelt, das aufgrund seiner innovativen Leistungselektronik signifikant positive Auswirkungen auf den Energiebedarf hat und die Beschichtungsqualität der Karossen verbessert. EcoDC MACS erzeugt mit seiner modularen Anodensteuerung ein mit der Karosse mitlaufendes Spannungsprofil. Die Basis dafür bildet die flexible Ansteuerung von Einzelanoden. 

Der modulare Aufbau ermöglicht es, dass bei Ausfall eines Moduls oder einer Anode die Beschichtung von den benachbarten Anoden übernommen wird. Damit ist gewährleistet, dass es auch beim Ausfall einzelner Anoden keinen Produktionsverlust gibt.

EcoMulticyclone Nano - Feste Partikel ab 10µm abscheiden

Dürr hat eine weitere Variante seines seit Jahren bewährten EcoMultiCyclone Micro entwickelt. Beide Produkte, EcoMulticyclone Micro und EcoMultiCyclone Nano, werden zur Reinigung der Vorbehandlungsbäder in der Automobil-lackierung eingesetzt und tragen wesentlich zu einer hohen Beschichtungs-qualität und damit zu einer perfekten Oberfläche bei. 

Besonders stark wirken sie in Kombination: In den ersten Entfettungsbädern nach dem Rohbau ist der EcoMultiCyclone Micro im Einsatz und filtert grobe Partikel. 100% Abscheidung werden bei 50µm Durchmesser und immerhin noch 90% bei einer Partikelgröße von 30µm erreicht. Der EcoMultiCyclone Micro ist sehr resistent gegenüber Verblockung. In den Folgestufen, spätestens in der Entfettungszone III, reinigt der EcoMultiCyclone Nano noch feinere Partikel ab und erreicht eine 90%ige Abscheideleistung bei 10µm und 100% bei 20µm. 

Die Wartungsfreundlichkeit und die abrasionsresistenten und bruchsicheren Zykloneinsätze machen die Kombination von EcoMultiCyclone Micro und Nano zu Garanten für eine qualitätsorientierte Beschichtung. Nicht umsonst heißt es: 50% der Oberflächenqualität entstehen in VBH und KTL.