Vor der Einführung des iTAC.Asset.Analyzer waren Produktionsdaten bei Fideltronik zwar verfügbar, standen jedoch erst zeitverzögert zur Verfügung. Ein durchgängiger Blick auf den aktuellen Zustand der Fertigung fehlte – ebenso die Möglichkeit, bei Abweichungen unmittelbar zu reagieren und den Produktionsstatus für alle relevanten Beteiligten transparent bereitzustellen.
Mit der Lösung des MES/MOM-Anbieters iTAC nutzt Fideltronik heute eine zentrale Plattform für Produktionsmonitoring und -analyse in seiner Elektronikfertigung. Sie führt Maschinen- und Prozessdaten aus der gesamten Fertigungsumgebung zusammen und stellt sie in individuell konfigurierbaren Dashboards dar. Neben der kontinuierlichen Überwachung ermöglicht das System auch historische Analysen auf Maschinen-, Linien- und Fabrikebene. Verantwortliche erhalten so eine belastbare Grundlage, um Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungen nachzuvollziehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Einheitliches Monitoring über Standard- und Sonderanlagen hinweg
Der iTAC.Asset.Analyzer ist bei Fideltronik über die gesamte EMS-Produktion hinweg im Einsatz. Neben SMT-Linien werden auch nicht standardisierte Anlagen wie Lackier- und Teststationen integriert. Damit entsteht eine einheitliche Monitoringbasis über alle Anlagentypen hinweg – eine zentrale Voraussetzung, um Transparenz durchgängig herzustellen und Optimierungspotenziale systematisch zu erschließen.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der flexiblen Anbindung unterschiedlichster Anlagen. Maschinen lassen sich unabhängig von Hersteller oder Standardisierung mit geringem Aufwand einbinden, auch bei heterogenen oder älteren Anlagen. Gleichzeitig bleibt die Systemperformance auch bei wachsender Anzahl angebundener Assets stabil, sodass sich die Lösung problemlos über mehr als 25 Produktionslinien hinweg skalieren lässt.
Einbindung in bestehende Systemlandschaften
Auch die Anbindung an die bestehende IT-Landschaft wurde effizient umgesetzt. Das Oracle-ERP-System wurde über vorhandene Standards gekoppelt, wodurch zusätzlicher Entwicklungsaufwand minimal blieb. Gleichzeitig sind die Monitoring- und Analysefunktionen gezielt aus der ERP- und MES-Umgebung herausgelöst und in der spezialisierten Plattform gebündelt. Das reduziert Komplexität, entlastet bestehende Systeme und schafft eine klar strukturierte Grundlage für die Auswertung von Produktionsdaten.
Schrittweiser Rollout mit schneller Inbetriebnahme
Die Einführung erfolgte in klar definierten Phasen entlang der Produktionsprozesse. Zunächst wurde der iTAC.Asset.Analyzer im SMT-Bereich implementiert, anschließend in Sonderprozessen wie Lackieranlagen sowie in weiteren Produktionssegmenten. Dieses Vorgehen ermöglichte es, Erfahrungen aus jeder Phase direkt in die nächsten Ausbaustufen zu übertragen.
Aufgrund der geringen Hardwareanforderungen waren keine umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen erforderlich, sodass die Lösung zügig produktiv eingesetzt werden konnte.
Schnellere Reaktionen, weniger Stillstände, bessere Prozesse
Mit der gewonnenen Echtzeit-Transparenz hat Fideltronik seine operative Steuerungsfähigkeit deutlich verbessert. Störungen und Abweichungen werden sofort sichtbar, wodurch sich Reaktionszeiten verkürzen und ungeplante Stillstände schneller behoben werden können.
Gleichzeitig ermöglicht die kontinuierliche Überwachung, Engpässe und Schwachstellen systematisch zu identifizieren. Prozesse lassen sich über alle Linien hinweg vereinheitlichen und gezielt verbessern. Das wirkt sich direkt auf die Produktionsleistung aus, unter anderem durch reduzierte Zykluszeiten und stabilere Abläufe.
„Für uns als EMS-Dienstleister ist Echtzeit-Transparenz entscheidend. Seit der Einführung des iTAC.Asset.Analyzer haben wir ein Maß an Kontrolle über den Zustand unserer Fertigung erreicht, das zuvor nicht möglich war. Besonders beeindruckt hat uns, wie schnell sich Anlagen anbinden lassen – auch nicht standardisierte Stationen wie Test- oder Lackieranlagen“, erklärt Marcin Wnęk, COO von Fideltronik.
Fideltronik plant, den Einsatz des iTAC.Asset.Analyzer weiter auszubauen, zusätzliche Produktionsbereiche anzubinden und die Integration in bestehende Systeme weiter zu vertiefen. „Fideltronik zeigt, wie sich Produktionsmonitoring auch in komplexen, heterogenen Fertigungsumgebungen konsequent in Echtzeit umsetzen lässt – über viele Linien hinweg und ohne aufwendige Infrastrukturprojekte. Das Unternehmen schafft damit die Voraussetzung, schneller auf Veränderungen zu reagieren und seine Produktion kontinuierlich zu verbessern“, sagt Martin Heinz, CEO bei der iTAC Software AG.

