Der 8.000ste Roboter von Dürr lackiert Anbauteile bei Geely in China

Bietigheim-Bissingen, 27. Februar 2014 – Der renommierte chinesische Automobilhersteller Geely lackiert seine neuen PKW-Modelle C21 und die Anbauteile mit material- und ressourcensparender Dürr-Technik. Insgesamt kommen 51 Roboter in der neuen Anlage im Geely Werk zum Einsatz, darunter der 8.000 Roboter von Dürr.

Geely erhöht den Automatisierungsgrad und greift nun auch bei der Stoßfängerlackierung auf bewährte Dürr-Anlagen und -Applikationstechnik zurück. Insgesamt kommen dort zwölf Lackierroboter zum Einsatz, darunter der Jubiläumsroboter. Zwei Beflammungsroboter aktivieren die Kunststoffoberfläche. Dadurch bleibt der Lack besser an der Oberfläche haften. Zwei Roboter tragen die Füllerschicht auf. Jeweils vier EcoRP L033 mit den Rotationszerstäubern EcoBell2 sind für den Auftrag von Basis- und Klarlack zuständig.

Der Lösemittellack wird im Bell-Bell-Prozess auf die Oberfläche der Bauteile aufgebracht. Dieses Verfahren verzichtet komplett auf Luftzerstäuber; stattdessen wird der Lack ausschließlich mit elektrostatischen Hochgeschwindigkeits-Rotationszerstäubern des Typs EcoBell2 aufgetragen. Damit lässt sich ein verbesserter Auftragswirkungsgrad von rund 75 % erzielen, was zu Lackeinsparungen und zu reduzierten Emissionen führt.

Vier Sealing-Roboter des Typs EcoRS 16, alle bestückt mit der präzisen Applikationsdüse EcoGun Sealing, tragen im Stop-and-go-Betrieb PVC-Naht und Unterbodenschutz auf die Karosserie auf. Bei den Sealingprozessen werden durch die Reduzierung der manuellen Applikation Personalkosten gespart. Die automatisierte Prozessführung, insbesondere die exakte Dosierung und Bewegungssynchronisation, verringert zudem den Materialverbrauch. Die Robotersteuerungssoftware SERCOS II überwacht den Sealing- und Lackierprozess.

35 Roboter werden die Innen- und Außenhaut der Karosserien in einer Füller- und einer Decklacklinie lackieren. Insgesamt elf Handhabungsroboter werden Türen und Hauben öffnen, halten und schließen. In der Decklacklinie wird die Karosserie vor dem Lackauftrag in der Reinigungsanlage EcoClean F5 mit Emufedern gründlich gereinigt.

Die Lackapplikation des Basis- und Klarlacks übernimmt auch hier die seit Jahren erfolgreich eingesetzte EcoBell2. Mit den Farbwechslern EcoMCC bzw. EcoLCC im Basislack in Kombination mit der neuen Dosierpumpe EcoPump9 dauert der Farbwechsel nur noch 12 Sekunden. Farbverluste werden deutlich verringert.

Alle Lackier- und Sealingroboter werden einheitlich mit der Robotersteuerung EcoRPC ausgerüstet. Zur Ansteuerung aller Antriebe und Prozesselemente wird durchgängig Sercos II eingesetzt. Dadurch vereinfacht sich die Instandhaltung und die Applikationsperformance wird erhöht.

Die neue Lackiererei wird nach nur 22 Wochen Montagezeit voraussichtlich im Herbst 2014 in Betrieb genommen.